Tourismusverband

 Örtliche und regionale Tourismusorganisationen (in Tirol: Tourismusverbände; andernorts sind auch Begriffe wie Verkehrsverein, Tourismusverein, Tourismusamt u.ä. geläufig) sind aufgrund der Tatsache entstanden, dass im Zusammenhang mit der Erstellung des touristischen Leistungsbündels sog. externe Effekte entstehen können bzw. dass ein Teil des touristischen Leistungsbündels aus sog. öffentlichen Gütern besteht. In beiden Fällen versagt der Markt, d.h. dass die Erstellung dieser Leistungen durch Betriebe überhaupt nicht oder nicht in ausreichender Menge erfolgt, weil von den Nutznießern dafür kein oder zu mindestens kein kosten­deckendes Entgelt verlangt werden kann. Als Bestandteil des touristischen Angebots sind sie dennoch erwünscht.   Insbesondere bei infrastrukturellen Einrichtungen wie Wanderwegen, Langlaufloipen, aber auch bei Werbeaktivitäten, z.B. bei der Erstellung eines Ortsprospekts, können Kosten und Nutzen nicht unmittelbar den Gästen des Hotels A oder der Pension B zugerechnet werden. Eine freiwillige Finanzierung einer Loipe oder eines Wanderwege-Netzes würde nie die erforderlichen Mittel erbringen, weil die Gäste der nicht zahlungsbereiten Hoteliers nicht (bzw. nur mit einem unverhältnismäßig hohen Kontrollaufwand) von deren Benützung ausgeschlossen werden können (und daher die prinzipiell zahlungsbereiten Hoteliers und Gastgeber ebenfalls nicht zahlen, weil sie damit ein auch ihren Konkurrenten zur Verfügung stehendes Angebot mitfinanzieren müssten). Ähnlich kann auch bei Werbeaufwendungen, z.B. der Finanzierung eines Ortsprospekts, argumentiert werden. Solche Angebote würden demnach nicht durch marktliche Lösungen zustande kommen. Aus dieser Problematik entwickelten sich schon relativ früh entsprechende überbetriebliche Organisationen, die solche Aufgaben wahrnehmen.  

Artikel und News in denen der Begriff verwendet wird: 

Tiroler Tourismusverbände 2016

Die Tiroler Tourismusverbände erzielten im Tourimusjahr 2015/16 insgesamt über 47,5 Mio. Übernachtungen, die sich zu 44% auf den Sommer und zu 56% auf den Winter verteilen.

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